Ragdom Journal
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Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust: Die Checkliste

Ein Website-Relaunch kostet Rankings vor allem aus einem Grund: Alte Adressen verschwinden, ohne per 301-Weiterleitung auf die passende neue Seite zu zeigen. Wer vor dem Go-Live alle bestehenden URLs erfasst, jede davon sauber weiterleitet und die ersten Wochen danach in der Google Search Console überwacht, behält seine Sichtbarkeit in aller Regel. Diese Checkliste zeigt die Schritte in der Reihenfolge, in der wir sie bei unseren eigenen Projekten abarbeiten.

Warum ein Relaunch Rankings kosten kann

Google bewertet keine Websites, sondern einzelne Adressen. Die Signale, die eine Seite nach oben gebracht haben, also Links von anderen Seiten, Nutzerverhalten und ihre Geschichte, hängen an ihrer URL. Ändert sich die Adresse ohne Weiterleitung, startet die neue Seite bei null, und die alte führt ins Leere. Dazu kommen typische Fehler: gekürzte Inhalte, geänderte Seitentitel, ein vergessenes noindex aus der Testumgebung oder eine neue Seite, die langsamer lädt als die alte.

Vor dem Relaunch: den Bestand sichern

  • Alle URLs erfassen: aus der XML-Sitemap, dem Bericht Seiten in der Google Search Console und einem Crawl der bestehenden Website. Vergessen Sie PDFs und Bilder nicht, auch sie können Besucher bringen.
  • Die wichtigsten Seiten bestimmen: Exportieren Sie aus der Search Console die Seiten mit den meisten Klicks und Impressionen der letzten 16 Monate. Diese Seiten verdienen die meiste Sorgfalt.
  • Titel, Beschreibungen und Überschriften dokumentieren: Was heute rankt, sollte nicht ohne Grund umgeschrieben werden.
  • Backlinks prüfen: Seiten, auf die andere Websites verlinken, brauchen zwingend eine Weiterleitung.
  • Eine Ausgangsbasis messen: Klicks, Impressionen, durchschnittliche Position und Ladezeit, damit Sie nach dem Go-Live vergleichen können.

Die Weiterleitungsliste

Das Herzstück jedes Relaunchs ist eine Tabelle: in der linken Spalte jede alte URL, in der rechten die thematisch passendste neue. Drei Regeln gelten dabei ohne Ausnahme:

  • 301 statt 302: Eine 301-Weiterleitung sagt Google, dass die Seite dauerhaft umgezogen ist. Eine 302 bedeutet nur vorübergehend und ist beim Relaunch die falsche Wahl.
  • Thematisch passend statt pauschal: Leiten Sie nicht alles auf die Startseite um. Google behandelt solche Sammel-Weiterleitungen oft wie eine gelöschte Seite, und die Signale gehen verloren.
  • Keine Ketten: Jede alte URL sollte in einem Schritt auf ihr Ziel zeigen, nicht über zwei oder drei Zwischenstationen.

Beim Go-Live

  • noindex und Sperren aus der Testumgebung entfernen: der häufigste und teuerste Fehler, weil er die ganze Website aus dem Index nimmt.
  • Weiterleitungen live testen: Jede alte URL muss mit Status 301 antworten, und ihr Ziel mit Status 200.
  • Canonical-Tags prüfen: Sie müssen auf die neuen Adressen zeigen, nicht auf die Testumgebung und nicht auf die alte Domain.
  • Neue Sitemap einreichen, in der Google Search Console und in den Bing Webmaster Tools.
  • Bei einem Domainwechsel zusätzlich die Adressänderung in der Search Console melden.
  • Messung und Einwilligung prüfen: Kommen die Daten in der Webanalyse weiter an, und nur mit Zustimmung der Besucher?

Nach dem Relaunch: die ersten vier Wochen

  • Den Bericht Seiten in der Search Console regelmäßig prüfen: Neue 404-Fehler zeigen fehlende Weiterleitungen.
  • Die alte URL-Liste noch einmal crawlen: Jede Adresse muss auf eine erreichbare neue Seite führen.
  • Positionen der wichtigsten Suchbegriffe mit der Ausgangsbasis vergleichen.
  • Interne Links auf die neuen Adressen umstellen, statt sich dauerhaft auf Weiterleitungen zu verlassen.
  • Neue und geänderte Seiten per IndexNow an Bing melden und wichtige Seiten in der Search Console zur Indexierung einreichen.

Leichte Schwankungen in den ersten Wochen sind normal, während Google die neuen Adressen verarbeitet. Bleibt ein deutlicher Einbruch länger bestehen, liegt die Ursache fast immer in fehlenden Weiterleitungen, gelöschten Inhalten oder einem vergessenen noindex. Genau dafür ist die Ausgangsbasis da: Sie sehen sofort, welche Seiten verloren haben.

Die häufigsten Fehler

  • Alle alten Seiten auf die Startseite weitergeleitet.
  • Das noindex der Testumgebung mit live geschaltet.
  • Gut rankende Inhalte gekürzt oder zusammengelegt, ohne die Suchanfragen dahinter zu kennen.
  • 302 statt 301 eingesetzt.
  • Varianten vergessen: mit und ohne www, http und https, mit und ohne Schrägstrich am Ende.

Bei einem Relaunch übernehmen wir die Bestandsaufnahme, die Weiterleitungsliste, die Tests beim Go-Live und das Monitoring danach. Wenn Sie wissen möchten, wie viel Sichtbarkeit in Ihrer heutigen Website steckt, sprechen Sie mit uns. Wir sehen uns Ihren Bestand an, bevor wir etwas versprechen.

Häufige Fragen

Verliere ich bei einem Relaunch meine Google-Rankings?

Nicht zwingend. Rankings gehen vor allem verloren, wenn alte Adressen ohne 301-Weiterleitung verschwinden, gut rankende Inhalte gelöscht werden oder ein noindex aus der Testumgebung live geht. Mit vollständiger Weiterleitungsliste und Monitoring bleibt die Sichtbarkeit in aller Regel erhalten.

Wie lange dauert es, bis sich Rankings nach einem Relaunch stabilisieren?

Mit sauberen Weiterleitungen sind die Schwankungen meist nach wenigen Wochen abgeklungen. Hält ein deutlicher Einbruch länger an, sollten Sie Weiterleitungen, gelöschte Inhalte und noindex-Tags prüfen.

Soll ich eine 301- oder eine 302-Weiterleitung verwenden?

Beim Relaunch immer 301. Sie signalisiert einen dauerhaften Umzug, sodass die Signale der alten Seite auf die neue übergehen. Eine 302 steht für einen vorübergehenden Umzug.

Muss ich Google über den Relaunch informieren?

Reichen Sie die neue Sitemap in der Google Search Console ein und melden Sie wichtige Seiten zur Indexierung an. Bei einem Wechsel der Domain nutzen Sie zusätzlich das Tool zur Adressänderung in der Search Console.

Was kostet ein Relaunch bei Ragdom Venture?

Wir prüfen den bestehenden Auftritt, die Inhalte, Funktionen und Anforderungen an den Erhalt der Sichtbarkeit. Darauf basiert ein individuelles Angebot mit Umfang, Meilensteinen und Vergütung.

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Wir entwickeln Websites, Apps und Software bei Ragdom Venture in Nürnberg.

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